Mittwoch, 3. März 2021

Ruinen Grüneck und Stockburg, auf Restesuche

Ruine Grüneck

Ruine Stockburg

Tourdatum: 3.3.2021 | 15,8 km | 5 h | ▲926 m | ▼638 m | T3 (SAC-Skala)

Heute standen zwei Ruinen auf dem Programm, von denen es nur dürftige Reste gibt. Das macht das Suchen aufwändig aber auch interessant. Es war noch einmal recht warm, nur der prognostizierte Sonnenschein fiel aus.

Der Bus bringt mich zur Haltestelle Schallsingen/Kreuzung. Die Haltestelle befindet sich allerdings an anderer Stelle, als in der Karte eingezeichnet. Das beschert mir einen zusätzlichen Weg bis in das Dorf Schallsingen. Dort gibt es zwar auch eine Haltestelle, die ist aber für den Schulbus.

Erst über die Straße, dann über Forstwege aufwärts Richtung Kohlersgraben. Bis P 661 folge ich ohne Probleme dem Forstweg. Dann biegt ein weiterer Forstweg nach Nordwesten ab. Ich folge ihm ein Stück und steige dann weglos empor.

Eine Spur ist vorhanden, aber oben stehe ich am Burggraben. Über den müsste ich jetzt gehen um anschließend die weitere Erhebung zu erreichen. Nicht sinnvoll.

Also wieder zurück und dem Forstweg, der nicht in der Karte eingezeichnet ist weiter folgen. Dann geht es weglos hinauf. Da ich die Reste schon von unten erspähen kann, erspare ich mir den wilden Aufstieg.

Die Burg Grüneck, auch Gerneck oder Burg Obereggenen genannt, ist eine abgegangene Höhenburg auf dem gleichnamigen Berg nordöstlich des Dorfes Schallsingen, das zur Gemeinde Schliengen, Ortsteil Obereggenen, im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg gehört.
Die Reste der ehemaligen Burg liegen auf 704 m ü. NN am Fuße des Hochblauen etwa einen Kilometer nordöstlich des Dorfes Schallsingen und etwa 1,2 Kilometer südlich des Dorfes Sehringen, das zur Gemeinde Badenweiler, Ortsteil Lipburg-Sehringen, gehört.
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Gr%C3%BCneck_(Obereggenen)

Wieder zurück am Ausgangspunkt will ich jetzt dem in der Karte eingezeichnete Weg folgen um am Ende wieder auf den Forstweg zu kommen, der mich Richtung Forststraße bringen soll. Aber den gibt es nicht mehr. Mehrere Versuche schlugen fehl, immer landete ich irgendwie im Niemandsland.

An dem aufgezeichneten Track lassen sich die Versuche gut nachverfolgen. Beim dritten Mal gebe ich auf und folge der Forststraße weiter, die mich bei P 845 wieder auf die geplante Route bringt.

Jetzt verlasse ich die Forststraße und folge dem schmalen Pfad aufwärts. Ein wunderschöner Pfad, teilweise sehr schmal. Vorsicht ist geboten, denn es geht ziemlich steil abwärts.

Auf dem Grat angekommen, geht es weiter steil aufwärts bis P 1069. An dieser Wegkreuzung hätte ich die Möglichkeit auf kurzem Weg den Blauen zu besteigen. Hier treffe ich auch weitere Wanderer.

Das ist aber nicht mein Plan heute. Auf dem Westweg geht es nun abwärts bis P 996. Kurze Zeit später biegt ein breiter Forstweg links ab, der Einstieg zum Stockberg. Aber schon in der nächsten Kurve ist Schluss mit lustig. Hier müsste der Pfad auf den Stockberg abbiegen.

Offensichtlich soll der Aufstieg zukünftig verhindert werden. Man hat so viele Tannen rechts und links des Pfades gepflanzt, dass die Spur kaum noch zu erkennen ist. Ich wühle mich durch das Dickicht. Etwas später wird die Spur wieder deutlich, dann der nächste Tannenwald.

So wurschtele ich mich den Berg hinauf, bis ich am Burggraben stehe. Noch eine kleinen Steigung und ich erreiche das Plateau des Stockbergs mit den Resten der Ruine. (T3).

Die Stockburg ist eine abgegangene Höhenburg auf dem 1074,4 m ü. NN hohen Bergkegel des Stockberges zwischen den Tälern von Klemmbach und Kander auf der Gemarkungsgrenze zwischen Badenweiler und Malsburg-Marzell in Baden-Württemberg.
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Stockburg

Auf dem gleichen Weg zurück, am Ende sind dann noch etliche Hindernisse zu überwinden, bis ich wieder den breiten Forstweg erreiche.

Nun bleibt nur noch der Abstieg nach Marzell, zuerst auf einem schönen Pfad, dann auf einer ruinierten Straße. Kein Vergnügen für die Füße.

In Marzell muss ich nun eine dreiviertel Stunde auf den Bus nach Kandern warten. Dafür kann ich in Kandern mit dem nächsten Bus direkt nach Hause fahren.

Die Forstwege sind alle T1, die schmalen Pfade T2 und nur die weglosen Aufstiege zu den Ruinen sind T3.

Tour solo


die Frösche warten nicht auf besseres Wetter

wegloser Aufstieg auf die erste Erhebung

wunderschöner Pilz

über diesen Rücken erfolgt der beste Aufstieg, es gibt nur minimale Reste, die auf dem Foto oben auch zu sehen sind

auf dem Weg zu P 938

die lädt leider nicht mehr zur Rast ein

weiter zu P 1069

nach den ersten Hindernissen ist der Pfad auf den Stockberg gut zu erkennen, das ändert sich bald

das Plateau vom Weg aus gesehen

ehemaliger Burggraben

oben auf dem Plateau Mauerreste

weitere Mauerrreste

die Vegetation wird immer dichter

Track

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