Samstag, 27. März 2021

Hertenberg und Hirschenleck – miteinander verbunden?

Burgruine Hertenberg

Graben der Ruine Hirschenleck

Tourdatum: 26.3.2021 | 11,6 km | 3 h | ▲360 m | ▼359 m | T2 (SAC-Skala)

Bereits im Januar war ich in der Region unterwegs, bei schlechten Bedingungen und ohne Hirschenlenk gefunden zu haben. Heute ein zweiter Versuch bei passenden Bedingungen. Erneut beginne ich die Wanderung in Wyhlen.

Die Hindernisse auf dem Wanderweg sind zwischenzeitlich beseitigt worden und es sprießt der Bärlauch, der einen markanten Geruch verbreitet.

Ich folge den Wanderwegweisern Richtung Ruine Hertenberg, von mir bevorzugte Pfade, die in der Karte noch eingezeichnet sind, sind nicht mehr begehbar. Die Natur hat ganze Arbeit geleistet. Aber auch auf den offiziellen Wegen sprießt so manches Grün, das sich als Fußfalle entpuppt, vor allem auf dem letzten Aufstieg zum Schlosskopf.

Den Aufstieg zum Gipfel lasse ich heute aus und folge dem Pfad rechts entlang. Der führt mich bald in einen Graben und auf der gegenüberliegenden Seite sind Spuren zu entdecken. Zwischen zwei Baumstämmen geht es weiter aufwärts. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, etwas steiler über den Bergrücken oder rechts über die Flanke. Ich entscheide mich für den Bergrücken und stehe vor einem weiteren Graben.

Dieser lässt sich leicht überwinden und auf dem gegenüberliegenden Hügel sieht man schon die Reste der Ruine. Wenn dieser auch erstiegen ist, eröffnet sich der Blick auf die Burgfläche und weitere Reste werden sichtbar.

Wieder zurück auf dem Wanderweg ergibt sich eine neue Umleitung, denn auch hier ist der Pfad aus der Karte nicht mehr sichtbar. An der nächsten Wegkreuzung dasselbe Bild, den wilden Pfad habe ich bereits erkundet, er führt ins Nichts. Deshalb weiter auf dem Forstweg Richtung Eigenturm.

Später biege ich dann rechts am und folge dem Hinweis „Aussichtspunkt Grabbestei“ in der Karte als Rappenfelsen bezeichnet. Jetzt bei trockenen Bedingungen ist der Pfad gut zu begehen.

Nun gilt es nach dem Graben der Ruine Hirschenleck zu suchen. Als Identifizierung dienen mir Koordinaten und ein Foto. Eigentlich ist die Stelle recht gut auszumachen. Rechts liegen jede Menge Baumstämme, die ein Abstürzen ins Tal verhindern, dahinter der Hügel, auf der die Ruine wohl stand  vor mir geht es runter in einen weiteren Graben.

Der Burgstall befindet sich auf einem Sporn im Gemeindewalddistrikt, etwa auf halbem Wege zwischen dem „Markhof“ im Südwesten und dem Dorf Herten im Osten. Der Burgstall hat noch keine eingehende Untersuchung erfahren. Ein Halsgraben, Mörtel- und Keramikreste sowie andere Funde deuten jedoch auf eine Adelsburg hin, die wahrscheinlich im 11. bis 12. Jahrhundert bestand. Schriftliche Quellen über die Burg sind nicht bekannt; ebenfalls unklar ist, ob eine Verbindung zu der Burgruine auf dem nahe gelegenen „Schlossberg“ (Ruine Hertenberg) bestand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ruine_Hirschenleck

Wieder zurück auf dem Wanderweg wartet nun der Eigenturm auf mich, heute mit guter Aussicht auf den Rhein. Nach einem Mittagspicknick wartet jetzt der Abstieg nach Degerfelden auf mich. Während es im Januar die reinste Schmutz- und Rutschpartie war, ist der Pfad jetzt trocken und ohne  Umwege begehbar. Im unteren Teil ist eine neue Wegführung eingerichtet worden (blaue Markierungen), nachdem der steile Abschnitt wegen der Mountainbiker für Wanderer nicht mehr begehbar ist.

Als Rückweg nach Wyhlen wähle ich nun den Wanderweg entlang des Waldsaums. Leider nur Asphalt.
den Pfad gibt es nur noch in der Karte

Blick auf Reste der Ruine Hertenberg

das Gleiche hier, es bleibt nichts anderes übrig, als auf den markierten Wegen zu bleiben

vorbei am Schlosskopf zur Ruine

hier geht es weiter

Ruine Hertenberg

die bekannte Ansicht, die immer auftaucht

über diesen Sporn geht es aufwärts

oder entlang der Flanke

auch hier war mal ein Pfad, zumindest laut Karte. Die Spuren, die zu erkennen sind landen bald im Nichts, ich habe es versucht.

Garben der Ruine Hirschenleck

hier oben war sie wohl einmal, die Ruine

Aufstieg vom Aussichtspunkt Grabbestei (Rappenfelsen)

man erreicht ihn, wenn man diesem Hinweis folgt

der Frühling lässt sich nicht mehr aufhalten

Eigenturm

Abstieg nach Degerfeld, ziemlich steil, auch wenn es hier nicht so aussieht

Bärlauch, es duftet schon

letzter Abstieg (für Mountaibiker verboten, es scheint aber viele Analphabeten zu geben, wenn man den Spuren Glauben schenkt)

neue Wegführung, der alte Abstieg ist für Wanderer nicht mehr möglich, ruiniert von den Mountainbikern

hier könnte man die Schuhe säubern, wenn es geregnet hat durchaus sinnvoll

Frühling

Schlüsselblumen, es blühen schon mehr

er kräht nicht, sieht aber trotzdem stolz aus

eine Wonne für die Augen und für die Sinne

Wiesenschaumkraut

endlich hat das Schneeeinerlei ein Ende
Wanderroute

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