Dienstag, 16. März 2021

Burgstall Bürgle und Schloss Ehner-Fahrnau

Schloss Ehner Fahrnau

Burgstall Bürgle (Enkenstein)
   

Tourdatum: 16.3.2021 | 9,2 km | 2:45 h | ▲242 m | ▼222 m | T3 (SAC-Skala)

Laut Wetterbericht waren heute ein paar Sonnenstrahlen und wenig Schnee bzw. Regen vorhergesagt. Das sollte mir die Möglichkeit geben, eine weitere Ruine zu besuchen und das auf dem Weg liegende Schloss.
In Fahrnau verlasse ich die S-Bahn und mein Weg führt mich zuerst durch den kleinen Ort. An der Brück übe die Wiese verlasse ich den bewohnten Teil und von hier ist das Schloss Ehner-Fahrnau, wie es genau heißt schon zu erkennen. Eine kleine Stichstraße führt zum Schloss. Es ist in Privatbesitz und von einem riesigen Golfplatz umgeben. Da reicht es nur für ein Foto.

Das Gebiet von Ehner-Fahrnau (=jenseitiges Fahrnau) gehörte wohl von Alters her zur Gemarkung Schopfheim – nachweislich seit 1394. Im 11. Jahrhundert wurde hier der Marienhof als ein Meierhof der Herrschaft Fahrnau errichtet. Von dem namentlich nicht bekannten Adelsgeschlecht, der seinerzeit diese Herrschaft gehörte, gelangte der Meierhof an das Kloster St. Blasien. Das Kloster ist noch 1185 als Eigentümer nachweisbar. Danach gelangten der Meierhof und die mit ihm verbundenen Rechte bezüglich der Pfarrei Fahrnau über die Herren von Rotenberg an die Herren von Rötteln. Die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg und Baden-Durlach beerbten die Röttler. Nach der Reformation von 1556 wurden die Pfarreien von Schopfheim und Fahrnau vereinigt und der Meierhof führte seine Erträge zur Finanzierung der Pfarrei nach Schopfheim ab.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Ehner-Fahrnau

Wieder zurück auf dem Wanderweg biegt nach der ersten Kurve links der Wanderpfad ab. Schon nach einigen Metern Aufstieg wird klar, das geht heute nicht, zu viel umgestürzte Bäume.
Wieder zurück auf dem Forstweg folge ich diesem jetzt weiter bis zur Riedmatte. Dann geht es steil nach Nordwesten aufwärts bis zu einer großen Wegspinne. Dort gibt es einen Wanderparkplatz mit entsprechender Infrastruktur.
Über die Straße hinweg folge ich zuerst einem breiten Forstweg. Auf dem weiteren Weg überrascht mich zuerst ein heftiger Graupelschauer. Vielleicht lag es daran, dass ich den unscheinbaren Abzweiger (durch einen Baum versperrt) übersehen habe. Ein Blick auf die Karte und wieder zurück und auf den recht tiefgründigen Weg. Später wird es richtig nass. Am Ende erreiche ich wieder einen Forstweg, dem ich ein Stück folge. Auf einmal stehe ich an einem Hochsitz und vor mir der steile Aufstieg auf den Hügel. Jetzt müssen Grödel und Stöcke her. Der Aufstieg bei den nassen Bedingungen schwierig und extrem rutschig. Mehrmals überlege ich den Abbruch, da ich nicht weiß, ob ich hier auch wieder runter muss. Aber ich erreiche das Plateau und, es gibt keine Reste der Ruine mehr.

Über diese kleine Burganlage ist bis heute nur sehr wenig bekannt, historische Belege fehlen ebenfalls völlig. Der Name der Burg hat sich wohl im 1392 erstmals erwähnten Enkenstein erhalten, bei dem es sich vermutlich um den ehemaligen Burgweiler handelt. Früher gehörte der Ort zur Vogtei Tegernau, und später zur Vogtei Langenau, und war Teil der Landgrafschaft Sausenburg.
Eine Adelsfamilie von Enkenstein ist nicht nachweisbar, es wurden nur Personen ab dem, an dem oder uff dem En(g)kenstein erwähnt, was die Vermutung eines Burgnamens aber noch unterstreicht. Enkenstein kam in den Besitz der Röttler Seitenlinie derer von Rotenberg, dann an das Kloster Sankt Blasien.
Die Burg wurde früher als ein Vorposten der Burg Rotenburg gezählt. Es handelte sich wohl doch eher um eine eigenständige kleine Burganlage. Allenfalls gehörte der Hof im Brodenloch zur Burg.
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgle_(Enkenstein)

Für den Abstieg finde ich auf der westlichen Seite einen einfacheren Weg. Der biegt später nach Südwesten ab und erreicht die Kreisstraße. Dieser Weg ist als Aufstieg unbedingt zu empfehlen.
Mittlerweile hat sich das Wetter weiter verschlechtert, so dass ich den Rückweg über die Straße antrete. Angekommen an der Wegspinne wird es Zeit für eine Mittagspause, gerade rechtzeitig um den beginnenden Schneesturm auszusitzen.
Bis zum Bahnhof Hausen sind es jetzt nur noch 1,5 km.

Forstwege T1, der Wanderweg, wenn er wieder begehbar ist T2 und nur der steile Aufstieg T3, der Abstieg wieder T2

Tour solo 

die Wiese führt viel Wasser

Schloss Ehner-Fahrnau


überall fließen kleine Bäche den Berg runter

das wäre der schöne Wanderpfad, zurzeit leider nicht begehbar wegen umgefallerner Bäume


Blick auf den Golfplatz hinter dem Schloss

Schutzhütte

Wassergraben

Blick auf die Hohe Möhr im Nebel

noch ein Bächlein

die Wege sind zum Teil in schlechtem Zustand

so wie hier

Blick ins Tal

der Weg abseits der Forststraße, ziemlich matschig

hier treffe ich auf einen Forstweg

und wieder ziemlich nass und matschig

am Fuß des Burgstalls, der Aufstieg ist viel steiler, als es das Bild wiedergibt

oben auf dem Burgstall, hinten zum Wald der Abstieg

hier geht es besser rauf, an jeder Wegverzweigung immer links halten

Hausen

Kirche in Hausen
 
Route

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