Samstag, 18. Juli 2020

Loch an Loch im Simmental

Tourdatum: 18.7.2020 | 10,5 km | 4:15h | ▲677m | ▼622m | T3 (SAC-Skala)

Eigentlich wollte ich heute drei Löcher besuchen, aber nach dem Zweiten streikte mein Knie. So blieb es beim Zwärgliloch und Schnurreloch.
Die Tour entlang des Buuschebachs über die Leiternweide habe ich schon bei Schnee in diesem Jahr gemacht https://www.hikr.org/tour/post150709.html. Nur der Besuch der drei Löcher wurde mir aufgrund der Verhältnisse verwehrt. Das will ich heute nachholen.

Ich beginne meine Wanderung erneut in Weissenburg. Nur ein weiterer Fahrgast stieg mit mir aus dem Zug. Dabei hatte ich mir extra einen anderen Weg ausgesucht, um auf dem Hauptweg über die Leiternweide eventuellen Ansammlungen von Wanderern aus dem Weg zu gehen. Das war wohl unnötig, denn viele Wanderer habe ich heute nicht gesehen.

Von Weissenburg führt mich mein Weg zuerst abwärts über die Simme und dann aufwärts Richtung P 865. Bis zu Überquerung der Gleise wandere ich auf Asphaltstraße, dann schließt sich ein schöner Weg über die Wiese an. Nur dem Hund bei Krauchtal gefällt das nicht, er bellt, bis ich aus seinem Blickfeld verschwunden bin.

Bei Fispelen treffe ich dann auf eine Schotterstraße, der ich weiter bis Bunschen folge. Wenn ich über die Wiese gehen würde, könnte ich den Weg hinauf abschneiden, aber ein Schild mit dem Hinweis „die Wege nicht zu verlassen“ hält mich davon ab. Welch ein Glück, sonst hätte ich einen wunderbaren Wegabschnitt verpasst.

Als ich den Wald erreiche, höre ich tief unten den Buuschebach rauschen. Das Gelände fällt vom Weg steil ab, aber der Weg ist breit genug. Nachdem ich den kleinen Zufluss überquert habe, sehe ich rechterhand tief unten das ehemalige Weissenburgbad.

Ich gehe noch ein Stück geradeaus, dann zeigt der Wegweiser unmissverständlich den Berg hinauf. In Serpentinen und auf schmalem Pfad geht es nun aufwärts bis ich den Wald verlasse. Dann wird das Gelände etwas flacher und das letzte Stück bis P 979 ist es wieder eine Schotterstraße.

Der nun folgende Aufstieg bis zum Hauptwanderweg Ist sehr angenehm und hält schöne Ausblicke bereit. Nun bin ich auf dem Hauptwanderweg, aber auch allein. Noch einmal kommt ein etwas steilerer Aufstieg, den ich vom Januar noch gut in Erinnerung habe. Damals war er verschneit und gefroren, heute sehr angenehm zu begehen.

Nun geht es weiter geradeaus und schon bald kommt ein Picknickplatz ins Bild. Zeit für eine Stärkung, bevor der Aufstieg zu den Löchern auf mich wartet.

Zuerst ist das Zwärgiloch an der Reihe, mit schönem Aufstieg und einer Feuerstelle. Sogar mit Tisch und Bänken. Zum eigentlichen Zwärgiloch muss man dann noch einmal rechts an den Felsen vorbei.

Zurück auf dem Abzweig beginnt nun der Aufstieg zum Schnurreloch. Auf schmalem Pfad, teilweise recht felsig steige ich aufwärts, bis ich eine größere Höhle erreiche. Das ist noch nicht das Ende. Durch die Höhle muss man durch, teilweise im Bückgang weil die Felsen recht tief runter hängen.

Am Ausgang angekommen wird es noch steiler. Hier hilft eine Seilsicherung, die vor allem im Abstieg eine gute Hilfe ist. Noch einmal um die Kurve und dann stehe ich vor einer langen Leiter.

Raufsteigen und dann stehe ich im Schnurreloch. Schon imposant diese Höhle.

In der Höhle gibt es eine weitere Leiter. Diesen Aufstieg spare ich mir, ich habe keine Taschenlampe. Dann wieder zurück und beim Abstieg knackt es so komisch im Knie. Trotz allem gehe ich weiter bis zum markierten Abzweig zum Mamilchloch.

Ich folge dem Pfad noch eine Weile, dann geht es abwärts und ich merke, dass das Knie das nicht mitmacht. Also wieder zurück und den steilen Abstieg hinunter zum Wanderweg. Eine ziemliche Qual mit dem Knie.

Nun folge ich den markierten Wanderweg Richtung Oberwil bis er nach Süden abbiegt. Ich steige aufwärts nach Norden, überquere einen weiteren namenlosen Bach und erreiche nach dem Wald die Hofflue.

Über Wiesengelände und später über eine Schotterstraße geht es nun Richtung Hübach. Auch den muss ich noch überqueren bis ich etwas später wieder einen markierten Wanderweg erreiche.

Steil geht es nun runter Richtung Oberwil, meistens über Wiesengelände. In Oberwil ist es nur noch ein kurzes Stück bis zum Bahnhof.

Bis zur Abfahrt des Zuges dauert es noch mehr als eine halbe Stunde. Leider hat das Restaurant geschlossen, so dass ich mit dem Zug noch einen Ausflug nach Zweisimmen mache und von da direkt zurück nach Bern fahre.

Beide Züge sind nur wenig besetzt, etwas ungewöhnlich, es ist Wochenende und das Wetter ist gut.

Gasthof im Weissenburg

Blick von der Brücke auf die Simme

auf diesem Weg geht es heute für mich nicht aufwärts

Die Eisenbahnbrücke über die Simme

Glockenblumen

Detail

schöner Solitär

Wanderweg über Wiesengelände

schöne Ausblicke

Schachbrettfalter auf Skabiose

Büschelglockenblume

bei Bachtweideni

Blick auf die Hängebrücke (Leiternweideni)

Wanderweg im Badwald

Wanderweg im Badwald

hier geht es nun steil aufwärts

fast am Ende angekommen

Fargtupfer

auf dem Weg zu den Löchern

Flockenblume

Aufstieg zum Zwärgiloch

Zwärgiloch

Zwärgiloch

Zwärgiloch

Blick aus dem Zwärgiloch

Aufstieg zum Schnurreloch

gesicherte Passage

in der ersten Höhle, hinten bei dem Lichtpunkt geht es wieder raus

Blick in die Höhle


die zweite Leiter im Schnurreloch (nur durch den Blitz so hell)

Blick nach draußen

diese Leiter geht es wieder runter

Aussicht vom Wanderweg


Blütendetail

Hübach

Hübach
hier geht es abwärts nach Oberwil
aufgezeichneter Track

Region: Schweiz – Bern – Simmental

Anreise: Basel – Bern – Weissenburg
              Oberwil i.S. – Spiez - Basel

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